Weifund: Dezentrales Crowdfunding 3.0 (Teil 2)

Am 12. September d.J. war ja Nick Dodson von WeiFund in Wien bei einem Ethereum Meetup. Ein sehr interessanter Abend. Nur einige Tage später wurde WeiFund zur innovativsten Blockchain Applikation auf der Internationalen Blockchain Woche in Shangai gewählt und hat die Beta-Version der Plattform gelauncht. Ein Grund um an meinen Artikel aus dem Juni d.J.: Weifund; dezentrales crwodfunding im WEb 3.0 anzuschließen und auf die Funktionsweise – wie Nick Dodson – es beim Ethereum Meetup erklärt hat, nochmals einzugehen.

Vorweg nochmals zur Klarstellung Bei WeiFund handelt es sich um eine  Open-Source, Blockchain 2.0-basierte Plattform aus dem Umfeld der Consensys Entwickler. Sämtliche Transaktionen laufen auf der Ethereum Blockchain. Die Smart Contrats der Weifund Verträge sehen Escrow-Lösungen vor und interagieren auch mit externen Token.  Weifund: Dezentrales Crowdfunding 3.0 (Teil 2) weiterlesen

Schweiz plant analog zu London und zu Singapur Sandbox für FinTechs

Lt. einem Artikel der Finanz- und Wirtschaft von heute (10.10. 2016)arbeitet der Schweizer Bundesrat an einem  Gesetzesvorhaben für die Finanztechnologie-Branche (FinTech). Eingeführt werden sollen einerseits eine «Bankenlizenz light» und andererseits ein regulierungsfreier Raum für Fintech-Start-ups: Im Rahmen dieser regulierungsfreien Raums sollen die Startups im Finanztechnologiebereich komplett oder teilweise ausgenommen werden aus der Bankengesetzgebung und nur mehr eingeschränkt unter die Aufsicht der FINMA fallen. Lt. dem Artikel der Finanz- und Wirtschaft ist auch geplant die steuerliche Situation der FinTech-Jungunternehmen zu verbessern. Diese Initiativen resultieren vor allem aus  der bereits vor einem Jahr erfolgten Bildung einer eigenen FinTech-Sektion in der Finanzmarktaufsicht und einer mit der Montary Authority of Singapore (MAS) abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung. Schweiz plant analog zu London und zu Singapur Sandbox für FinTechs weiterlesen

Frauen in der Blockchain-Ökosphäre

Blockchainökosphäre
Blockchainökosphäre

Ich lese ja momentan das Buch von Dan und Alex Tapscott  Blockchain Revolution: How the Technology behind BitCoin is Changing Money, Business and the World und bin ganz positiv überrascht über ein Kapitel zum Thema Frauen in der Blockchain-Ökosphäre.

Im Buch gehen Alex/Dan Tapscott einerseits auf jene Frauen ein, die Blockchain-Unternehmen entweder gegründet haben oder führen wie Blythe Masters (CEO der Digital Assets Holding), Cindy McAdam (President der Xapo), Melanie Shapiro (CEO der Case Wallet), Joyce Kim (CEO der Stellar Development Foundation), Elizabeth Rossiello, CEO and Gründer der BitPesa, Pamela Morgan (CEO der Thord Key Solutions). Arianna Simpson (BitCo) und Jalak Jobanputra (BarefootVC). Frauen in der Blockchain-Ökosphäre weiterlesen

Bücher zum Thema Blockchain

Das Thema Blockchain war ein heißes Diskussionsthema  2015. Vor allem war es wohl die Formation des R3 Konsortiums von anerkannten Experten aus der Kryptowährungswelt (Tim Swanson, Mike Hearns, ..) mit der Unterstützung von 42 der wohl bekanntesten und größten weltweit tätigen Banken im Herbst 2015, die offensichtlich machte, das die Bitcoin-Technologie mehrere Facetten hat. In der Ökosphäre wird nun viel diskutiert, ob es sich bei der von den Banken angedachten Adaption der Blockchain lediglich um ein verteiltes Hauptbuch (decentralised ledger) handelt oder doch um eine intelligentere Lösung. Jedenfalls eine interessante Frage. Antworten auf das Potential und die Möglichkeiten der Nutzung der Blockchain-Technologie in welcher Form auch immer können eventuell die momentan im Entstehen befindlichen Bücher zu diesem Thema geben: Bücher zum Thema Blockchain weiterlesen

Strengere EU-Regelungen für Bitcoin-Börsen und Walletanbieter geplant

EU-Kommission
Proposal for Bitcoin-Regulation

Mit dem Vorschlag der EU-Kommission vom 5. Juli 2016 zur Ausdehnung des Geltungsbereichs der 4. Geldwäscherichtlinie soll der Begriff der „Verpflichteten“  (Artikel 2, Absatz 1) nun auch die Umtausch-Plattformen für virtuelle Währungen (exchanges)  und Anbieter von elektronischen Geldbörsen  (virtual currency custodian wallet providers) umfassen. Damit müssen diese Dienstleister analog zum gesamten Finanzsektor und bestimmten Dienstleister aus dem Nicht-Finanzsektor, zum Beispiel Notare, Rechtsanwälte und Anbietern von Glücksspieldiensten den in der 4. Geldwäsche-Richtlinie vorgesehenen KYC-Regelungen entsprechen.

Gemäß diesen KYC-Regelungen muss  jeder Verpflichtete  individuelle Geschäftsbeziehungen und Transaktionen auf deren jeweiliges Geldwäscherisiko hin prüfen, Insbesonderen muss eine vollständige Kundenverifikation durchgeführt werden,  und es ist behördliche Meldung zu erstatten, wenn es einen Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorfinanzierung gibt. Strengere EU-Regelungen für Bitcoin-Börsen und Walletanbieter geplant weiterlesen

APPCoins als Crypto Crowdfunding

ICO
ICO

Spätestens seit dem Erfolg des DAO ist offensichtlich, dass ICOs (Initial Coin Offerings) weltweit inzwischen eine populäre Möglichkeit sind Kryptowährungsprojekte vorab zu finanzieren. Bei einem ICO (manchmal auch als Crowdsale oder als Presale bezeichnet), werden Tokens (meist Appcoins)   im Austausch für bereits gängige Kryptowährungen wie BTC oder Ether zum Vorabkauf angeboten. Das damit aufgebrachte Kapital wird –  idealerweise für alle Unterstützer der Kampagne nachvollziehbar (auf einem einsehbaren Transaktionssystem) –  zur Entwicklung des neuen Projektes verwendet. Die mittels solcher ICOs bereits aufgebrachten Finanzierungsbeträge stellen viele der bis dato auf den großen Crowdfundingplattformen wie Kickstarter und Indiegogo durchgeführten Kampagnen in den Schatten. So handelt es sich bei 3  von den 10 größten bis dato durchgeführten Crowdfundingprojekten um ICOs. APPCoins als Crypto Crowdfunding weiterlesen

Coming soon: Mein Buch zum Thema Bitcoin und Blockchain!

Bitcoin_Buch
Bitcoin Buch

Ich habe vorige Woche endlich die Druckversion für mein Buch zum Thema Bitcoin und Blockchain abgeliefert. Ich bin keine Techniker. Ich habe aber verstanden wie wichtig das Thema der dezentralen Transaktionssysteme in allen Bereichen unseres Wirtschaftslebens sein wird. Dabei sehe ich das herkömmliche Finanzsystem nur als erste Branche, die sich mit dem Thema beschäftigen müssen. Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Webunternehmen, öffentliche Verwaltungen, das Gesundheitswesen aber auch die großen Internetplattformen: ebay, Uber, Airbnb usw. diese neue Technologie und die damit einhergehenden neuen Geschäftsprozesse wird viele betreffen. Mein Buch kann dazu nur einen ersten Eindruck geben.

Es war ein sehr schwieriges Projekt für mich. Aber wohl auch das interessanteste Thema mit dem ich mich bis dato auseinandergesetzt habe.

Bitcoin/Blockchain Unternehmen in der Schweiz!

Swiss FinTech Report
Swiss FinTech Report

Lt. einem aktuellen Bericht von Ernst & Young und der Swiss Finance + Technology Association (Swiss F&inTech Report 2016: The role of Switzerland as a FinTec Hub) fördert die Schweiz im Vergleich zu vielen anderen Volkswirtschaften Startups viel zu wenig. Dementsprechend wird lt. dem vorliegenden Bericht das Potenzial der Schweiz als europäischer FinTech Standort im Vergleich auch zu sonstigen europäischen Ländern nicht ausgeschöpft.

Interessanterweise deckt sich dieser Bericht nicht mit den Beobachtungen, die ich in den letzten Monaten und Wochen gemacht habe: in der Bitcoin/Blockchainszene ist nämlich die Schweiz sehr präsent – vor allem im Vergleich zu Berlin und Wien.

Speziell der Kanton Zug entwickelt sich tatsächlich immer mehr zum Crowd Valley: Hier sitzen u.a. das international agierende Bitcoin Unternehmen Monetas und Bitcoin Suisse, das ein Bitcoinautomatennetzwerk in der Schweiz aufgebaut hat.   Hier hat  auch die Ethereum Foundation  ihren juristischer Hauptsitz. Die Bedeutung,  die den Entwicklungen von Ethererum in der Blockchainökosphäe zugemessen wird, lässt sich wohl am besten am in den letzten Wochen massiv gestiegenen Kurses der Kryptowährung Ether ablesen: Auf über 200 Prozent beläuft sich das Plus, und die Marktkapitalisierung beträgt mittlerweile 200 Millionen. Damit liegt Ether bereits hinter Bitcoin auf Rang zwei der neuen digitalen Währungen. Das bekannte Wallet Unternehmen XAPO (gegründet von Wence Casares), das die Bitcoin-Bestände einiger der Silicon Valley VCs hortet, hat  nach dem Erlass der Bitlicence in den US ihren Sitz in die Schweiz verlegt.  Auch Shapeshift.io, gegründet von Eric Voorhees (auch Gründer von SathosiDice usw) und finanziert von Barry Silbert, ein weiteres bekanntes Kryptowährungsstartup,  ist in der Schweiz angesiedelt.

Mike Hearn – einer der bekanntesten Bitcoin Core Entwickler (jetzt R3)-  hat in seinem Züricher Büro seinen Blogpost: The resolution of the Bitcoin experiment (der in aller Munde war) Anfang Jänner 2016 geschrieben. Und hier sitzt auch die UBS, dessen CIO Oliver Bussmann  eine Vorreiterrolle im Bereich Blockchain-Technologie und Bitcoin übernommen hat. Stellvertretend dafür sein Tweet vom 17. September: «Die Blockchain und eine innovative UBS sind meine Passion.» Die UBS hat  eine eigene digitale Währung: Settlement Coin. Die Währung könnte helfen, Banken schneller miteinander ins Geschäft zu bringen. Transaktionen würden nicht mehr zentral verwaltet, sondern von einem Netzwerk kontrolliert. Der Unterschied zur Blockchain von Bitcoin: Die Transaktionslisten sind nicht öffentlich.

 

Weifund: dezentrales Crowdfunding im Web 3.0

Blockchain
Blockchain

Innerhalb der um das Ethereum-Startup Consensys entstandenen Entwicklerökosphäre arbeitet Nick Dodson seit  Monaten an einer neuen Form des Crowdfundings (Weifund.io)  als Teil des vom Ethereum-Projekt gesteckten Ziels der Entwicklung eines Web 3.0.   Beim Web 3.0 nach dem Ethereum Konzept handelt es sich um ein vollständig dezentrales Internet von Dapps (dezentralen Anwendungen) aufbauend auf der Ethereum Blockchain. Weifund.io soll die erste dezentrale Crowdfundinganwendung im Web 3.0 werden, die peer2peer Transaktionen dezentral – ohne Notwendigkeit der Nutzung von Crowdfundingplattformen als Mittelmänner – ermöglichen soll.  Weifund.io will diese Plattformen ersetzen  und mittels der Anwendung entsprechender Algorithmen und Smart Contracts (Programmierung!) können Gebühren massiv reduziert werden und Barrieren eliminiert werden.

For crowdfunding, the future will become so basic, simple, and clear, that this new philosophical paradigm will appear to materialize without much work at all. The bulk of the focus of business will shift from intermediaries to content creators, innovators, and a marketplace of participatory consumers (Nick Dodson).

Dieses dezentrale Crowdfunding von dem Dodson spricht, geht dabei weit über die Formen des Crowdfundings, wie wir sie momentan sowohl in den USA als auch in Europa sehen, hinaus und resultiert aus den neuen Möglichkeiten die aus der Kryptowährungstechnologien entstehen.

Mittels WeiFund können Benutzer  Crowdinvesting-Kampagnen ohne die traditionellen Hürden im Zusammenhang mit der Aktienemission und der Verwaltung der Eigentumsrechte durchführen.  Vereinfacht dargestellt ermöglichen sie es Start-ups an Geld zu kommen, indem sie ihre eigenen Tokens schaffen und diese verkaufen. Diese Tokens stellen Anteile an den Unternehmen dar und die Anleger profitieren an der Wertsteigerung dieser Anteile. Durch die implizit vorgesehene einfache Programmierbarkeit der in der Ethereum Blockchain vogesehenen Smart Contracts ist alles einfach programmierbar und damit auch automatisierbar: sowohl Treuhandsysteme, die Implementierung komplexer Tokensysteme (Generierung, Verwaltung usw) als auch die Erweiterung der Menge der verfügbaren Optionen für Investoren, Mitwirkenden und Kampagnenbetreiber. Abgesehen von der Programmierbarkeit löst WeiFund  durch die als Basis dienende Ethereumtechnologie (Blockchaintechnologie) das momentan unbestreitbar vorhandene Erfassungs- und Backofficeproblem vieler Plattformen (selbst Kickstarter und Indiegogo arbeiten bis dato noch mit Excel-Tabellen). Ganz zu schweigen vom Bezahlprozess, der viele Crowdfundingplattformen sowohl in den USA als auch in Europa  vor Probleme stellt und der  – teils auch aus regulatorischen Gründen – nicht entsprechend der digitalen Möglichkeiten erfolgt.

WeiFund and similar decentralized crowdfunding platforms will leverage the inherent nature of smart contracts to open the front door of this technology. From here, we can begin to discuss what future we want to build for ourselves. While decentralized crowdfunding may at first only address a niche in consumer or organization market demand, it is possible that with increasing market demand, WeiFund or similar services could become the new standard for contractual crowdfunding. (Nick Dodson)

Das Thema des Sekundärmarktes wird ebenso adressiert wie das Thema der Datensicherheit (Kryptographie).

Wir stehen auch hier erst am Beginn einer Entwicklung mit noch wenigen Erfolgsbeispielen: So haben sich sowohl  Swarm als auch Koinify (beide dezentralen Crowdfundingplattformen basierten auf der Bitcointechnologie)  in den letzten Monaten in eine andere Richtung entwickelt.   Eine weitere blockchainorientierte Crowdfundingplattform ist Blocktrust, auf dieser Plattform wurde bis dato nur ein Crowdfundingprojekt durchgeführt.  Diese dezentrale Crowdfundingplattform hat anhand von Multi-Signature wallets und der stufenweise (je nach Projektfortschritt) automatisierten Freigabe der Finanzierungsmittel aufgezeigt,  welche Szenarien zum Schutz der Investoren  der Einsatz von  Blockchaintechnologie ermöglichen würde.  Aber auch dieses Projekt ist offensichtlich eingestellt worden (die Webseite ist jedenfalls nicht mehr erreichbar).  Lighthouse entwickelt von Mike Hearn – einem sehr bekannten Bitcoin Core Entwickler (inzwischen ist er Mitarbeiter von R3)  – basiert ebenfalls auf der Bitcoin Blockchaintechnologie ging 2015 in Beta. Diese Software ist technisch für den User viel weniger komplex und daher einfacher zu nutzen, eine Lighthouse Wallet kann genutzt werden um einerseits als Unterstützer tätig zu werden aber auch um eigene Crowdfundingkampagnen zu starten.  Der Nachteil ist das diese Software viel weniger Funktionen hat und nur Bitcoin als Zahlungsmittel anwendet.

Noch scheint die Möglichkeit digitale Aktien (oder eben Tokens) durch Nutzung einer Crowdfundingsoftware bei einer Equity Crowdfundingkampagne ausgeben und in der Folge auch online handeln zu können, alleine aus regulatorischen Gründen illusorisch. Berücksichtigt man jedoch das Ende Dezember 2015 die SEC einem US Startup (unter der Leitung des bekannten Blockchainprotagonisten Patrick Byrne)  bereits die Genehmigung erteilt hat Wertpapiere mittels der Blockchain auszugeben und zu handeln, scheint die Fiktion Realität werden zu können. Jedenfalls ein spannendes Projekt..

 

Eine Crowdfundingkampagne für Bücher zum Blockchain-Thema

Business BlockchainsIch glaube tatsächlich, dass das Thema Blockchain – vor allem basierend auf solchen Lösungen, an denen Ethereum Foundation und die ganzen Startups, die daraus entstanden sind wie Consensys, Slock.it arbeiten – das Potential hat, die Wirtschaftsabläufe massiv zu verändern.

Es gibt ein paar Blogger, die das Potential dieses neuen Themas schon vor einigen  Jahren erkannt haben und einen großen Beitrag zur Aufklärung und Diskussion des Themas geleistet haben und noch immer leisten. Einer davon ist  William Mougayar. William Mougayr ist Blogger, Unternehmer und Investor (Virtual Capital Ventures), er sitzt im Advisory Board der Ethereum Foundation, hält jede Menge Vorträge und schreibt sowohl für Forbes als auch für das WSJ zum Blockchain Thema und berät unzählige Banken zu diesem Thema.

Ich kenne vor allem seinen Blog  www.startupmanagement.org den ich immer interessiert lese. Nun will William Mougaya zwei Bücher zum Thema Business Blockchains schreiben, er hat dafür eine Kickstarterkampagne

gestartet die bereits sehr prominente Unterstützer gefunden hat wie Fred Wilson. Ich bin auch Unterstützerin und freue mich schon sehr auf die ebooks. Also vielleicht will ja noch jemand unterstützen..