Schweiz plant analog zu London und zu Singapur Sandbox für FinTechs

Lt. einem Artikel der Finanz- und Wirtschaft von heute (10.10. 2016)arbeitet der Schweizer Bundesrat an einem  Gesetzesvorhaben für die Finanztechnologie-Branche (FinTech). Eingeführt werden sollen einerseits eine «Bankenlizenz light» und andererseits ein regulierungsfreier Raum für Fintech-Start-ups: Im Rahmen dieser regulierungsfreien Raums sollen die Startups im Finanztechnologiebereich komplett oder teilweise ausgenommen werden aus der Bankengesetzgebung und nur mehr eingeschränkt unter die Aufsicht der FINMA fallen. Lt. dem Artikel der Finanz- und Wirtschaft ist auch geplant die steuerliche Situation der FinTech-Jungunternehmen zu verbessern. Diese Initiativen resultieren vor allem aus  der bereits vor einem Jahr erfolgten Bildung einer eigenen FinTech-Sektion in der Finanzmarktaufsicht und einer mit der Montary Authority of Singapore (MAS) abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung. Schweiz plant analog zu London und zu Singapur Sandbox für FinTechs weiterlesen

Die britische FCA überlegt ähnliche Regelungen wie die SEC

Laut einem Bericht des onlinemagazins fundweb.co.uk will die britische FCA (Financial Conduct Authority)  bis April 2014 Regelungen für das equity-based Crowdfunding  in UK vorlegen, dieses Datum entspricht in etwa dem wahrscheinlichen Inkrafttreten der Durchführungsbestimmungen der SEC zum Teil III des JOBS Act (securities based crowdfunding) in den USA.

Ebenso wie die amerikanische Regulierungsbehörde ist aus den Aussagen der FCA ersichtlich, dass beide Behörden das Risiko eines Investments über Crowdinvestingplattformen als sehr hoch ansehen. Ähnlich wie die SEC weist die FCA darauf hin das 50 – 70% der jungen Unternehmen nach wenigen Jahren ihr Geschäft schließen müssen und das ein Retail Investor nicht über das Wissen verfügt, das ihm vor Ausfällen schützen kann.

In einer ersten Stellungnahme hat die FCA bereits kommuniziert, dass ihrer Ansicht nach Crowdinvesting vor allem für sophisticated Investoren (retail clients with “extensive investment experience and knowledge of complex instruments, able to understand and evaluate the risks and potential rewards of unusual, complex and/or illiquid investments) geeignet ist und das Privatinvestoren nicht mehr als 10% ihres Vermögens in solche Anlagen investieren sollten ohne sich beraten zu lassen.

Aus diesen Aussagen lässt sich annehmen, dass die FCA ähnliche Regelungen wie der JOBS Act vorsehen könnte:

Also unbeschränkte Investmentmöglichkeiten für sophisticated Investoren im Rahmen von Private Placements von Unternehmen analog zu Teil II des JOBS Act und Beschränkungen für Kleininvestoren wie im Teil III des JOBs ACt vorgesehen.

Diese Art von Regulierung würde der UK Crowdfunding Association vertreten von Julia Groves nicht begrüßt werden, dann damit würden die momentan in Großbritannien bereits gegebenen Möglichkeiten des equity-based crowdfundings auch für nicht-akkreditierte Personen  eingeschränkt werden. Mit Aussagen wie „Keep the crowd in the crowdfunding“  und dem Begehr  das richtige Ausmaß zwischen Anlegerschutz und der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung zu finden  sind es vor allem die betragsmäßigen Einschränkungen die der JOBS Act vorsieht, die laut der UK Crowdfunding Association vermieden werden sollten.

Laut einer Schätzung der UK Crowdfunding Association  hat der britische Crowdfundingmarkt ein Volumen von 1 Billion britische Pfund mit einer hohen Wachstumsrate.